Funktionskreise
Die Funktionskreise, Orbes genannt, sind in 6 Gruppen – mit je 2 Funktionskreisen – aufgeteilt.
Jedem Funktionskreis ist nicht nur ein Organ, sondern eine Vielzahl von Funktionen sowie ein Sinnesorgan, eine Körperöffnung usw. zugeordnet.
So bedeutet beispielsweise eine Störung im Leberfunktionskreis – Orbis hepacticus – nur in den seltensten Fällen eine Lebererkrankung, meist liegt bei einer solchen Störung die Erkrankung im Bewegungsapparat, Muskeln und Sehnen.
Zu den 12 Funktionskreisen gehören 12 Hauptleitbahnen, daneben gibt es noch 8 unpaarige Leitbahnen. Diese unpaarigen Leitbahnen spielen beim Pferd eine wichtige Rolle, da sie als Ausgleichsreservoir für Qi und xue (xue entspricht Körperflüssigkeiten, Blut , Sekrete, Lymphflüssigkeit etc.) fungieren.
Für das Pferd als Fluchttier ist eine plötzliche Mobilisierung von "gespeicherten" Qi und xue wichtig und ermöglicht extreme Leistungen in Flucht und Leistungs- (Turnier)- Situationen.
Auch bei alten Pferden oder nach ernsteren Erkrankungen kann eine Stützung, Kräftigung und Leistungssteigerung u.a. über die Beeinflussung der unpaarigen Leitbahnen erfolgen.
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